Dynamische Prüfungen der Tragfähigkeit von Pfählen

Dynamische Prüfungen der Tragfähigkeit von Pfählen sind eine zugelassene und genormte Prüfmethode - preisgünstiger und schneller als statische Prüfungen. Sie benötigen weder die Anwendung von Ankerpfählen noch Ballast. Wir verfügen über eine große Datenbank mit Referenzprüfungen und deshalb müssen wir nicht immer Korrelationsprüfungen für neue Investitionen durchführen. Diese Methode ermöglicht eine viel schnellere Ausführung von Prüfungen und führt direkt zu einer Zeit- und Geldersparnis für alle Beteiligten am Bauprozess.

Die Idee der Messung der Tragfähigkeit eines Pfahls nach der dynamischen Methode beschränkt sich auf die Messung von Beschleunigungen und Verformungen auf dem Niveau des Pfahlkopfes während seiner dynamischen Versenkung. Dazu werden auf der geschliffenen Oberfläche des Pfahls, in Abständen je 180° entlang des Umfangs zwei Paare von Dehnungssensoren und Beschleunigungssensoren montiert, die etwa einen bis eineinhalb Durchmesser unter dem Kopf des zu prüfenden Pfahls untergebracht sind. Diese Oberflächen müssen glatt und der Beton homogen sein, ohne Verschmutzungen durch dem Boden. Die Sensoren werden dann an ein Gerät angeschlossen, welches Signale registriert. Über dem Pfahl wird ein Hammer für dynamische Prüfungen aufgestellt, der danach direkt auf den Pfahl aus einer vorgegebenen Höhe geschlagen wird. Über die Höhe des Schlages entscheidet die aufgezeichnete Tragfähigkeit des Pfahls, die Druck- und Zugspannungen. Die Höhe des Schlages wird so lange erhöht, bis eine feste Verschiebung erreicht wird und gleichzeitig die Spannungen im Beton und Bewehrungsstahl des Pfahls nicht überschritten werden.